HDPE-Geomembran mit Geotextil
Die HDPE-Geomembran mit Geotextil ist ein geosynthetisches Verbundsystem, das eine undurchlässige Polyethylenmembran hoher Dichte mit einer durchlässigen Geotextilschicht kombiniert. Das System vereint Funktionen der Abdichtung, des Schutzes, der Filtration und der Trennung und findet breite Anwendung in Umwelt-, Bergbau-, Wasserbau- und Infrastrukturprojekten.
Technische Parameter und Spezifikationen
HDPE-Geomembran-Parameter
Rohstoff:Polyethylen hoher Dichte (PE100 oder gleichwertig)
Dickenbereich:0,75 mm – 3,0 mm
Dichte:≥0,94 g/cm³
Zugfestigkeit:≥15 MPa (ASTM D6693)
Bruchdehnung:≥700%
Rußgehalt:2,0–3,0 %
Oxidative Induktionszeit:≥100 min (Standard-OIT)
Hydraulische Leitfähigkeit:≤1×10⁻¹³ m/s
Geotextilparameter
Typ:Vliesstoff, nadelgestanzt / gewebt
Polymer:Polypropylen oder Polyester
Masse pro Flächeneinheit:200–800 g/m²
Zugfestigkeit:10–50 kN/m
CBR-Durchstoßfestigkeit:1,5–6,5 kN
Permittivität:0,5–2,5 s⁻¹
Struktur und Materialzusammensetzung
Eine HDPE-Geomembran mit Geotextilsystem ist als funktionaler Verbundwerkstoff und nicht als ein einzelnes Material konzipiert.
Schichtstruktur
Oberschicht:HDPE-Geomembran zur Eindämmung von Flüssigkeiten und Gasen
Zwischenschnittstelle:Glatte oder strukturierte Oberfläche zur Erhöhung der Reibung
Untere Schicht:Geotextilien zur Polsterung, Filtration und zum Schutz des Untergrunds
Materialfunktionen
Die Geokunststoffdichtungsbahn ist beständig gegen chemische Angriffe und UV-Strahlung.
Geotextilien verteilen die Spannung und verhindern Durchstoßschäden.
Das kombinierte System verbessert die Langzeitbeständigkeit.
Herstellungsprozess
1. Rohstoffaufbereitung
HDPE-Harzgranulat und Geotextilfasern werden gemäß den Projektspezifikationen beschafft und in kontrollierten Umgebungen gelagert, um Verunreinigungen zu vermeiden.
2. Geokunststoff-Extrusion
Flachfolien- oder Blasfolienextrusionsanlagen formen kontinuierliche HDPE-Folien. Zu den kritischen Parametern gehören die Schmelztemperatur, der Extrusionsdruck und die Gleichmäßigkeit der Foliendicke.
3. Geotextilproduktion
Die Fasern werden kardiert, kreuzweise überlappt und vernadelt oder gewebt, um die erforderlichen mechanischen und hydraulischen Eigenschaften zu erzielen.
4. Verbundbaugruppe
Die Geomembran- und Geotextilschichten werden je nach Projektanforderungen und Installationsmethode separat geliefert oder werkseitig laminiert.
5. Qualitätskontrolle
Die fertigen Produkte werden Zug-, Durchstoß-, Permeabilitäts- und Alterungsprüfungen gemäß ASTM- und ISO-Normen unterzogen.
Branchenvergleich
| Systemtyp | Eindämmung | Schutz | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|
| HDPE-Geomembran mit Geotextil | Exzellent | Hoch | Mülldeponien, Bergbau, Abwasser |
| Einfache HDPE-Geomembran | Exzellent | Beschränkt | Vorübergehende Eindämmung |
| Geosynthetische Tondichtungsbahn (GCL) | Mäßig | Mäßig | Sekundärauskleidungen |
Anwendungsszenarien
Vertriebspartner:Integrierte Auskleidungssysteme für verschiedene Projekttypen
EPC-Auftragnehmer:Reduziertes Installationsrisiko und vereinfachte Beschaffung
Ingenieurbüros:Vorhersehbare Leistung im Einklang mit den Designmodellen.
Importeure und Großhändler:Standardisierte Produkte mit breiter Marktnachfrage
Zentrale Probleme und Lösungen
Durchstoßgefahr durch Unterboden:Geringfügig gemacht durch eine Geotextil-Polsterschicht
Leckage an den Schnittstellen der Auskleidung:Lösung durch kompatibles Verbunddesign
Installationsschaden:Reduziert durch erhöhte Systemrobustheit
Langfristige Degradation:Gesteuert durch UV-stabilisierte HDPE-Formulierungen
Risikowarnungen und Risikominderungsmaßnahmen
Zu den potenziellen Risiken zählen eine unzureichende Geotextilmasse, minderwertiges Recyclingharz und unsachgemäße Schweißarbeiten vor Ort. Diese Risiken lassen sich durch die Festlegung von Mindeststandards, die Anforderung von Werksprüfberichten und die Durchsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen auf der Baustelle minimieren.
Leitfaden für Beschaffung und Auswahl
Definition der Anforderungen an Eindämmung und Schutz
Geeignete Geokunststoffdichtungsbahndicke auswählen
Geotextiltyp und -masse angeben
Bestätigung der Einhaltung der ASTM- oder ISO-Normen
Aktuelle Chargentestberichte anfordern
Bewertung der Produktionskapazität und Logistik der Lieferanten
Planen Sie die Installations- und Qualitätskontrollverfahren.
Beispiel für eine technische Anwendung
Bei einem Projekt zur Absetzbeckensanierung im Bergbau wurde eine 2,0 mm dicke HDPE-Geomembran in Kombination mit einem 800 g/m² schweren Geotextilvlies auf verdichtetem Untergrund verlegt. Das Verbundsystem gewährleistete eine effektive Sickerwasserabdichtung und Durchstoßfestigkeit in einem Auffangbecken von über 120.000 m².
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das Geotextil mit der Geokunststoffdichtungsbahn verbunden?Es kann verklebt oder lose geliefert werden.
Welches Gewicht ist typisch für Geotextilien?300–800 g/m² abhängig von den Untergrundbedingungen.
Kann recyceltes HDPE verwendet werden?Nur wenn Qualität und Rückverfolgbarkeit kontrolliert werden.
Ist das System chemikalienbeständig?HDPE bietet eine breite chemische Beständigkeit.
Ist UV-Schutz erforderlich?Ja, insbesondere bei exponierten Anwendungen.
Wie werden Nähte geprüft?Vakuumkasten-, Luftdruck- oder Funkenprüfung.
Wie lange ist die Nutzungsdauer?Unter optimalen Bedingungen beträgt die Lebensdauer in der Regel mehr als 30 Jahre.
Kann das System die Abrechnung verarbeiten?Geotextilien verbessern die Spannungsverteilung.
Sind Sonderrollengrößen erhältlich?Ja, innerhalb der Ausstattungsgrenzen.
Sind Tests durch Dritte empfehlenswert?Wird üblicherweise für öffentliche Projekte benötigt.
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