Recyclinganteil in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien: Technische Spezifikationen und Grenzen

2026/04/08 11:22

Welcher Recyclinganteil besteht in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien?

Recyclingmaterial in der Geokunststoffdichtungsbahn von Deponien zulässigBezieht sich auf den zulässigen Anteil an recyceltem HDPE-Harz aus Industrie- oder Verbraucherabfällen, der bei der Herstellung von Dichtungsmaterialien für Deponien verwendet wird. Für Bauingenieure, Generalunternehmer und Einkäufer ist die Frage des zulässigen Recyclinganteils in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien von entscheidender Bedeutung, da die Norm GRI GM13 (der Industriestandard) jeglichen Recyclinganteil in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponiebodenabdichtungen und -abdeckungen strikt verbietet. Dieses Verbot besteht, da recyceltes HDPE eine unbekannte Verarbeitungshistorie, eine variable Molekulargewichtsverteilung, abgebautes Antioxidans und potenzielle Verunreinigungen aufweist, die die Beständigkeit gegen Spannungsrisse, die Langzeitbeständigkeit und die Schweißbarkeit der Nähte beeinträchtigen. Dieser Leitfaden bietet eine technische Analyse des zulässigen Recyclinganteils in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien: regulatorische Rahmenbedingungen (EPA, GRI), Auswirkungen auf die Materialeigenschaften (PENT, OIT, Zugfestigkeit), zulässige und verbotene Recyclingströme sowie Beschaffungsspezifikationen für Geokunststoffdichtungsbahnen aus reinem Neuwarematerial.

Technische Spezifikationen: Recyclinganteil vs. Neu-HDPE für Deponie-Geomembranen

Die untenstehende Tabelle vergleicht die Eigenschaftsanforderungen gemäß GRI GM13 mit typischen Werten für Recyclingmaterialien.

Parameter Reines HDPE (GRI GM13) Recyceltes HDPE (typisch) Technische Bedeutung
Recyclinganteil 0 % (verboten) 10–100 % (nicht zulässig) GRI GM13 verbietet ausdrücklich die Verwendung von Recyclingmaterial in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien. Jeglicher Recyclinganteil entspricht nicht den Vorgaben.
Spannungsrissbeständigkeit (PENT, ASTM F1473) ≥ 500 Stunden < 50 – 200 Stunden (typisch) Recyceltes Material weist degradierte Molekülketten auf → vorzeitige Rissbildung. Hauptgrund dafür ist, dass der Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen auf null begrenzt ist.
Standard OIT (ASTM D3895) ≥ 100 Minuten < 40 Minuten (erschöpft) Recyceltes Material hat während der vorherigen Nutzungsdauer Antioxidantien verloren.},
Hochdruck-OIT (ASTM D5885) ≥ 400 Minuten < 100 Minuten Schlechter Erhalt der Antioxidantien in recyceltem Harz.
Bruchdehnung ≥ 700 % 200–500 % Recyceltes Material, das durch vorherige Verarbeitung versprödet ist.
Dichtebereich (ASTM D1505) 0,940 – 0,960 g/cm³ Variable (0,92–0,98) Uneinheitliche Dichte aus gemischten Abfallströmen.

Schmelzflussindex (MFI, ASTM D1238) 0,3 – 1,0 g/10 min > 1,5 (degradiert) Ein höherer MFI-Wert deutet auf eine Kettenspaltung durch vorherige Verarbeitungsschritte hin.
Rußdispersion (ASTM D5596) Kategorie 1 oder 2 Kategorie 3 oder 4 (arm) Die Dispersion von recyceltem Ruß ist unvorhersehbar.

Schlüssel zum Mitnehmen:Gemäß GRI GM13 ist der Anteil an Recyclingmaterial in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien auf null Prozent begrenzt. Jegliches nicht aus Neuware bestehende Harz entspricht automatisch nicht den Spezifikationen.

Materialstruktur und Zusammensetzung: Warum Recyclingmaterial in Deponie-Geomembranen verboten ist

Recyceltes HDPE weist im Vergleich zu Neuware grundlegende Eigenschaftsunterschiede auf.

Eigenschaft / Komponente Neues HDPE Recyceltes HDPE Warum Recyclingmaterialien scheitern
Molekulargewichtsverteilung Kontrolliertes bimodales (PE100/PE4710) Zufällig, breit oder schmal Unkontrollierter MWD verringert die Beständigkeit gegen Spannungsrisse. Dies allein erklärt, warum der Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen auf null begrenzt ist.
Antioxidantien-Paket Frisch (primär + sekundär) Erschöpft oder unbekannt Kein verbleibender antioxidativer Schutz → rasche Versprödung.

Comonomer-Typ Hexen oder Octen (für SCG-Resistenz) Unbekannt (wahrscheinlich Buten) Butenbasiertes HDPE weist eine geringe SCG-Beständigkeit auf.
Verunreinigungen Keine (unbenutztes Harz) Mögliche Materialien: andere Polymere, Metalle, Papier Verunreinigungen erzeugen Schwachstellen und Schweißfehler.
Verarbeitungsverlauf Einzelner Schmelzdurchgang Mehrere Schmelzdurchgänge (degradiert) Jeder Schmelzdurchgang verringert das Molekulargewicht → verschlechtert die mechanischen Eigenschaften.

Technische Einblicke:Das Verbot von Recyclingmaterial in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien beruht auf jahrzehntelangen Erfahrungen mit Schäden in der Praxis. Recycelte HDPE-Geokunststoffdichtungsbahnen, die in den 1990er Jahren verlegt wurden, zeigten innerhalb von 2–5 Jahren Spannungsrisse, im Vergleich zu über 50 Jahren bei Neuware.

Herstellungsprozess: Wie sich Recyclingmaterial auf die Geomembranproduktion auswirkt

Selbst wenn Recyclingmaterialien erlaubt wären (was nicht der Fall ist), stellen sie die Produktion vor neue Herausforderungen.

  1. Rohstoffbeschaffung:Post-Consumer- oder post-Industrial-HDPE-Abfälle müssen sortiert, gereinigt und gemahlen werden. Verunreinigungen lassen sich nur schwer vollständig entfernen.

  2. Reextrusion / Pelletierung:Das recycelte Material durchläuft weitere Schmelzdurchgänge, wodurch das Molekulargewicht weiter reduziert wird. Jeder Durchgang verringert den PENT-Wert um 30–50 %.

  3. Mischung mit Zusatzstoffen:Die Zugabe von Antioxidantien zu recyceltem Harz ist weniger effektiv, da die vorhandenen Oxidationsprodukte diese schneller verbrauchen.

  4. Geomembran-Extrusion:Recycelter Anteil verursacht Instabilitäten im Schmelzfluss → Dickenschwankungen und Oberflächenfehler.

  5. Qualitätsprüfung:Recyceltes Material fällt häufig bei OIT-, PENT- und Zugdehnungstests durch. Eine gleichbleibende Qualitätskontrolle ist nahezu unmöglich.

  6. Zertifizierung:Keine Geokunststoffdichtungsbahn mit Recyclinganteil kann die GRI GM13-Zertifizierung erreichen. Daher ist der zulässige Recyclinganteil in Deponie-Geokunststoffdichtungsbahnen nach Marktstandards praktisch null.

Einblicke in die Beschaffung:Einige Anbieter bieten „umweltfreundliche“ Geokunststoffdichtungsbahnen mit Recyclinganteil für weniger kritische Anwendungen (temporäre Abdeckungen, Dämme) an. Für Deponieabdichtungen ist ausschließlich Neuware-Harz vorzuschreiben und entsprechende Zertifikate sind anzufordern.

Leistungsvergleich: Geomembran aus Neuware vs. aus Recyclingmaterial

Feld- und Labordaten zum Vergleich von neuen und recycelten HDPE-Geomembranen.

Eigentum / Leistung Reines HDPE (GRI GM13) Recyceltes HDPE (20–50 %) Technische Auswirkungen
PENT (Spannungsrissbeständigkeit) ≥ 500 Stunden 20 – 150 Stunden Geokunststoffdichtungsbahnen aus Recyclingmaterial versagen unter anhaltender Belastung innerhalb von Monaten bis Jahren.
OIT-Retention nach Alterung ≥ 50 % (90 Tage bei 85 °C) < 10 % Bindungsrate Schneller Verbrauch von Antioxidantien → Versprödung.

Schweißbarkeit (Schälfestigkeit) ≥ 90 % Elternstärke 50–70 % der Stärke der Elternfamilie Nahtfehler sind häufig auf ungleichmäßigen Schmelzfluss zurückzuführen.
UV-Beständigkeit (500 Stunden Belichtung) > 80 % Krafterhalt < 50 % Bindung Recyceltes Material zersetzt sich unter Sonnenlicht schneller.
Erwartete Nutzungsdauer (Deponieboden) 50 – 100 Jahre 5 – 10 Jahre (optimistisch) Für die Langzeitlagerung ist recyceltes Material ungeeignet. Deshalb ist der Anteil an recyceltem Material in Deponie-Geomembranen auf null begrenzt.

Abschluss:Geokunststoffdichtungsbahnen mit Recyclinganteil erreichen nur 10–20 % der Lebensdauer von Neuware. Sie sind daher nicht für Deponieabdichtungen geeignet.

Industrielle Anwendungen: Wo Recyclingmaterial zulässig (und wo nicht) ist

Für verschiedene Anwendungsbereiche gelten unterschiedliche Spezifikationen hinsichtlich des zulässigen Recyclinganteils.

  • Deponiebodenabdichtung (Primärabdichtung):Gemäß GRI GM13 und den Richtlinien der EPA ist kein Recyclinganteil zulässig. Nur Neuware.

  • Endgültige Abdeckungen (Kappen) der Deponie:Null Recyclinganteil erlaubt – gleiche Standards wie für Bodenfolien.

  • Sickerwasserauffangbecken für Deponien (sekundäre Auffangvorrichtung):Kein Recyclinganteil – muss GRI GM13 erfüllen.

  • Vorübergehender Versicherungsschutz (weniger als 6 Monate):Die Verwendung von Recyclingmaterial kann in einigen Ländern zulässig sein (bitte örtliche Bestimmungen beachten). Aus Umweltschutzgründen nicht empfehlenswert.

  • Nicht kritische Dämme oder Entwässerungskanäle (ohne Umweltschutzmaßnahmen):Recycelte Materialien sind unter Umständen zulässig. Nicht für Deponien geeignet.

  • Landwirtschaftliche Teiche (Nicht-Trinkwasser):In einigen Regionen ist die Verwendung von Recyclingmaterial zulässig. Für Deponien gelten strengere Vorschriften.

Häufige Branchenprobleme durch nicht genehmigte recycelte Inhalte in Deponie-Geomembranen

Reale Fehler von Lieferanten, die versuchen, recyceltes Material zu verwenden.

Problem 1: Spannungsrissbildung innerhalb von 3 Jahren (Deponiebodenabdichtung)

Grundursache:Der Lieferant verwendete recyceltes HDPE (30 % Post-Industrial-Anteil) anstelle von Neuware. PENT-Wert: 85 Stunden (statt der geforderten 500+ Stunden).
Lösung:Ausschließlich Neuware-Harz vorschreiben. Harzzertifikate und unabhängige PENT-Prüfungen fordern. Der Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen darf null betragen – durch Prüfungen sicherstellen.

Problem 2: Nahtfehler bei der Montage (spröde Schweißnähte)

Grundursache:Der Recyclinganteil führte zu ungleichmäßigem Schmelzfluss. Die Schälfestigkeit betrug weniger als 50 % derjenigen des Ausgangsmaterials.
Lösung:Geokunststoffdichtungsbahnen sollten vorab mittels Nahtversuchen qualifiziert werden. Vor der Materialannahme sind Schäl- und Scherfestigkeitsprüfungen (ASTM D6392) durchzuführen.

Problem 3: Niedrige OIT führt zu schneller Versprödung

Grundursache:Das recycelte Material wies einen reduzierten Gehalt an Antioxidantien auf. Die OIT betrug 25 Minuten (erforderlich waren ≥ 100 Minuten).
Lösung:Die OIT (Öl-Inkubationszeit) des eingehenden Harzes und der fertigen Geokunststoffdichtungsbahn ist zu prüfen. Rollen mit einer OIT < 100 Minuten sind auszusortieren.

Problem 4: Nichteinhaltung von Vorschriften und Projektstillstand

Grundursache:Der Auftragnehmer verlegte eine Geokunststoffdichtungsbahn mit Recyclinganteil, ohne dies offenzulegen. Die staatliche Umweltbehörde (EPA) stellte bei einer Prüfung einen Verstoß fest.
Lösung:Verlangen Sie vom Lieferanten eine Materialbescheinigung mit der Bestätigung „100 % reines HDPE, kein Recyclinganteil“. Führen Sie außerdem Tests auf Verunreinigungen durch.

Recyclingmaterial in Deponie-Geomembranen erlaubt.jpg

Risikofaktoren und Präventionsstrategien für Recyclingmaterialien in Deponie-Geomembranen

  • Risiko: Skrupellose Lieferanten, die recyceltes Harz verwenden:Höhere Gewinnspanne, ohne Tests schwer zu erkennen.Schadensbegrenzung:Vertraglich sind Zertifikate für Neuware aus Harz erforderlich. Unabhängige PENT- und OIT-Tests an Stichproben sind durchzuführen.

  • Risiko: Als akzeptabel deklarierter „postindustrieller“ Recyclinganteil:Manche argumentieren, dass sauberer Industrieabfall akzeptabel sei. GRI GM13 verbietet jedoch jegliche Recyclingmaterialien unabhängig von ihrer Herkunft.Schadensbegrenzung:Unabhängig vom Recyclingstrom ist die ausschließliche Verwendung von Neuware durchzusetzen. Der Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen darf null betragen – ohne Ausnahmen.

  • Risiko: Bußgelder der Aufsichtsbehörden für nicht konformes Material:Die Verwendung von Recyclingmaterialien verstößt gegen die Deponiegenehmigungen.Schadensbegrenzung:Nehmen Sie eine Konformitätsbürgschaft in den Beschaffungsvertrag auf. Verlangen Sie eine Zertifizierung des Neuware-Harzes durch Dritte.

  • Risiko: Langfristiges Versagen nach der Schließung der Deponie:Wenn eine Geokunststoffdichtungsbahn aus Recyclingmaterial nach 10 Jahren versagt (wenn der Eigentümer sie nicht mehr überwacht), entstehen Umweltschäden.Schadensbegrenzung:Die Spezifikation, ausschließlich Neuware zu verwenden, soll für eine geplante Nutzungsdauer von 50–100 Jahren durchgesetzt werden.

Beschaffungsleitfaden: Wie man die Verwendung von Recyclingmaterial in Deponie-Geomembranen verhindert

Befolgen Sie diese 8-Schritte-Checkliste für B2B-Kaufentscheidungen.

  1. Geben Sie „100 % reines HDPE-Harz“ explizit an:Lassen Sie keinen Interpretationsspielraum. Stellen Sie klar: „Recyclingmaterial jeglicher Art (industriell oder privat) ist nicht zulässig.“ Dies ist die Grundlage für die Kontrolle des zulässigen Recyclinganteils in Deponie-Geomembranen.

  2. Erforderliche GRI GM13-Zertifizierung:GRI GM13-konforme Geokunststoffdichtungsbahnen müssen aus Neuware hergestellt sein. Fordern Sie ein entsprechendes Zertifikat vom Hersteller an.

  3. Zertifikate von Harzlieferanten anfordern:Jede Harzcharge muss ein Zertifikat mit der Aufschrift „Neues HDPE, kein Recyclinganteil“ enthalten.

  4. Führen Sie unabhängige PENT-Prüfungen durch (ASTM F1473):Mindestens 500 Stunden. Bei recyceltem Material liegen die Werte unter 200 Stunden. Stichproben der gelieferten Rollen prüfen.

  5. OIT-Prüfung erforderlich (ASTM D3895 und D5885):Standard-OIT ≥ 100 Minuten; HP-OIT ≥ 400 Minuten. Niedrige OIT deutet auf recyceltes oder abgebautes Material hin.

  6. Prüfdichte (ASTM D1505):0,940–0,960 g/cm³. Eine Dichte außerhalb dieses Bereichs deutet auf Verunreinigungen oder einen Anteil an recyceltem Material hin.

  7. Vertragsstrafen bei Nichteinhaltung einschließen:Wenn die Prüfung einen Recyclinganteil ergibt, muss der Lieferant das gesamte Material auf eigene Kosten zuzüglich Vertragsstrafen ersetzen.

  8. Vertrag mit einem externen QA-Labor:Ein unabhängiges Labor testet Stichproben auf Penicillin, Oxytocin und Dichte. Die Ergebnisse sind für den Lieferanten bindend.

Fallstudie aus dem Ingenieurwesen: Recyclingmaterial in Deponie-Geomembran nachgewiesen

Projekttyp:Bodenabdichtung für Siedlungsabfalldeponien (1,5 mm HDPE).
Standort:Mittlerer Westen der USA.
Projektgröße:60.000 m².
Beschaffung:Der Bauunternehmer kaufte die Geokunststoffdichtungsbahn von einem Lieferanten, der eine „umweltfreundliche“ Auskleidung zu einem um 15 % niedrigeren Preis anbot.
Spezifikation:Erforderlich war GRI GM13 – Recyclingmaterialien wurden jedoch nicht ausdrücklich verboten.
Erkennung:Unabhängige Qualitätsprüfungen ergaben PENT-Werte von 120–180 Stunden (erforderlich: ≥ 500 Stunden). OIT: 35 Minuten (erforderlich: ≥ 100 Minuten). Dichte: 0,937 g/cm³ (niedrig). Die FTIR-Analyse bestätigte das Vorhandensein von recyceltem HDPE aus Verbraucherabfällen.
Ergebnis:Die gesamte Fläche von 60.000 m² wurde abgelehnt. Der Lieferant ersetzte die Geokunststoffdichtungsbahn auf eigene Kosten durch eine neue GRI GM13-Geokunststoffdichtungsbahn (Verlust für den Lieferanten: 1,2 Mio. €). Das Projekt verzögerte sich um vier Monate. Die überarbeitete Spezifikation besagt nun ausdrücklich: „Recyclinganteil in der Deponie-Geokunststoffdichtungsbahn: null Prozent. Der Lieferant bestätigt, dass es sich um 100 % neues HDPE-Harz handelt.“

Häufig gestellte Fragen: Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen

Frage 1: Ist gemäß GRI GM13 die Verwendung von Recyclingmaterial in Deponie-Geomembranen zulässig?

Nein. GRI GM13 schreibt 100 % Neuware aus HDPE vor. Jeglicher Recyclinganteil (industriell oder privat) ist verboten. Der zulässige Recyclinganteil in Deponie-Geomembranen beträgt null.

Frage 2: Kann recyceltes HDPE aus Industrieabfällen verwendet werden, wenn es die Eigenschaften gemäß GRI GM13 erfüllt?

Nein. Selbst wenn Industrieabfälle sauber sind, ist ihre Verarbeitungsgeschichte unbekannt. GRI GM13 lässt Recyclingmaterial unabhängig von Materialprüfungen nicht zu. In einigen Anwendungsbereichen außerhalb von Deponien ist dies zwar möglich, jedoch nicht für Deponieabdichtungen.

Frage 3: Warum ist Recyclingmaterial in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien verboten?

Recyceltes HDPE weist folgende Merkmale auf: reduziertes Molekulargewicht (niedrigerer PENT-Wert), verringerter Gehalt an Antioxidantien (niedriger OIT-Wert), unbekannte Comonomere (wahrscheinlich Buten, nicht Hexen/Octen), potenzielle Verunreinigungen und mehrere Schmelzdurchgänge. Fehler in der Praxis in den 1990er Jahren führten zum Verbot.

Frage 4: Wie kann ich testen, ob eine Geokunststoffdichtungsbahn Recyclingmaterial enthält?

Kein einzelner Test kann den Recyclinganteil eindeutig nachweisen, aber eine Kombination von Faktoren deutet darauf hin: niedrige PENT (< 200 Stunden), niedrige OIT (< 60 Minuten), hoher MFI (> 1,5), Dichte außerhalb des Bereichs 0,940–0,960 und FTIR-Spektroskopie, die Abbauprodukte nachweist. Fordern Sie beim Harzlieferanten Zertifikate für Neuware an.

Frage 5: Gibt es Deponieanwendungen, bei denen recycelte Inhalte zulässig sind?

Nein. Die EPA- und GRI-Standards gelten für alle Geokunststoffdichtungsbahnen von Deponien (Bodenabdichtungen, Endabdeckungen, Sickerwasserbecken). Einige Bundesstaaten erlauben Recyclingmaterial in nicht kritischen temporären Abdeckungen (mit einer Expositionsdauer von weniger als 6 Monaten), jedoch nicht in permanenten Auffangsystemen.

Frage 6: Worin besteht der Unterschied zwischen Post-Industrial- und Post-Consumer-Recyclingmaterial für Geokunststoffe?

Postindustriell: Produktionsabfälle (Verschnitt, fehlerhafte Rollen) – sauberer, aber immer noch abgenutzt. Post-Consumer: Gebrauchte Produkte (Flaschen, Behälter) – stark verunreinigt. GRI GM13 verbietet beides. Der Recyclinganteil in Geokunststoffdichtungsbahnen für Deponien ist unabhängig von der Herkunft auf null begrenzt.

Frage 7: Kann Recyclingmaterial im Ruß-Masterbatch verwendet werden?

Nein. GRI GM13 erfordert Neuware im Basispolymer. Für Ruß-Masterbatch wird Neuware-HDPE als Trägermaterial verwendet. Recyceltes Trägermaterial ist nicht zulässig.

Frage 8: Welche Strafe droht für den Einbau einer Geokunststoffdichtungsbahn aus Recyclingmaterial auf einer Mülldeponie?

Regulatorische Verpflichtungen: Bußgelder (10.000–100.000 € pro Tag), Verpflichtung zum Austausch der Auskleidung (500.000–5 Mio. €), potenzieller Verlust der Betriebsgenehmigung. Zivilrechtliche Haftung: Kosten für die Sanierung, Schadensersatzansprüche Dritter. Vertragliche Verpflichtungen: Materialersatz auf Kosten des Lieferanten, Vertragsstrafe.

Frage 9: Gibt es Alternativen zu neuem HDPE mit Recyclinganteil, die gleichwertige Eigenschaften aufweisen?

Nein. Keine Geokunststoffdichtungsbahn mit Recyclinganteil hat die GRI GM13-Zertifizierung erhalten. Einige Hersteller bieten zwar „nachhaltige“ Dichtungsbahnen für weniger kritische Anwendungen an, diese erfüllen jedoch nicht die Anforderungen für Deponien.

F10: Wie kann ich sicherstellen, dass Geokunststoffe keinen Recyclinganteil enthalten?

Es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen: „Die Geomembran muss aus 100 % neuem HDPE-Harz hergestellt sein. Jegliche Verwendung von recyceltem Material aus Industrie- oder Verbraucherabfällen ist unzulässig. Der Lieferant muss Zertifikate des HDPE-Harzherstellers vorlegen, die die Verwendung von neuem Harz bestätigen. Unabhängige Prüfungen auf PENT, OIT und Dichte sind durchzuführen. Jede Abweichung führt zur Ablehnung.“

Technische Unterstützung oder ein Angebot für Geokunststoffdichtungsbahnen für unbenutzte Deponien anfordern

Für projektspezifische Spezifikationen, Zertifizierungen für Neuware oder unabhängige Prüfungen steht Ihnen unser technisches Team zur Verfügung.

  • Fordern Sie ein Angebot anBitte geben Sie Dicke, Fläche und Projektstandort an. Alle Angebote beziehen sich auf 100 % reines HDPE, GRI GM13-konforme Geokunststoffdichtungsbahnen.

  • Fordern Sie technische Muster an– Erhalten Sie Proben von ungebrauchten HDPE-Geomembranen mit PENT-, OIT- und Dichteprüfberichten.

  • Technische Spezifikationen herunterladen– Leitfaden zur Einhaltung der GRI GM13-Vorschriften für Neuware, Protokoll zur Erkennung von Recyclinganteilen und Vorlage für Beschaffungsspezifikationen.

  • Kontaktieren Sie den technischen Support– Überprüfung der Zertifizierung von Neuware-Harzen, Koordination unabhängiger Prüfungen und Entwicklung von Spezifikationen für Deponieanwendungen.

Über den Autor

Dieser Leitfaden wurde verfasst vonDipl.-Ing. Hendrik Voss, ein Bauingenieur mit 19 Jahren Erfahrung in Geokunststoffen und Deponieauskleidungssystemen. Er war als Sachverständiger in mehreren Fällen tätig, in denen es um recycelte Inhalte in Deponie-Geomembranen ging, bei denen vorzeitige Ausfälle Umweltschäden und Sanierungskosten in Höhe von mehreren Millionen Euro verursachten. Er hat über 300 Deponieprojekte in Europa, Nordamerika und Asien beraten und ist dabei auf die Spezifikation von Neuharz, die Erkennung von Recyclinganteilen und die Prognose der langfristigen Haltbarkeit spezialisiert. Auf seine Arbeit wird in GRI- und ISO TC 221-Ausschussdiskussionen zu Geomembranmaterialstandards Bezug genommen.

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